22 Sep

Landvolk Wesermarsch im Gespräch mit FDP-Landtagsabgeordneten Gruppe und Kortlang

Hannover/Wesermarsch/Friesland. Die Landtagsabgeordneten Hermann Gruppe und Horst Kortlang waren zu einem Informationsbesuch in die Geschäftsstelle des Landvolks Wesermarsch gekommen.

Empfangen wurden sie vom Geschäftsführer der beiden Landvolkverbände Friesland und Wesermarsch Manfred Ostendorf und dem Kreislandwirt Harmut Seetzen aus Friesland. Dr. Karsten Padeken, Kreislandwirt in der Wesermarsch, war verhindert und wurde von Hendrik Lübben vertreten.

„Grünlandzentrum ist gut aufgestellt“

Manfred Ostendorf eröffnete die Gesprächsrunde sogleich mit einer guten Nachricht: „Das Grünlandzentrum wächst gut und auch der Maschinenring sei gut aufgestellt.“  Bei der Hofnachfolge, insbesondere wenn es keine direkte gibt, leiste die Geschäftsstelle wertvolle Unterstützung.

Hartmut Seetzen freute sich, dass die Abgeordneten trotz Termin in Hannover und dem „doppelten Wahlkampf“ sich die Zeit zu einem intensiven Gedankenaustausch nahmen.

Thema: Neue Gülleverordnung

Thema Grünland: Grünland ist für die Milchkühe ein idealer Eiweißgeber, aber nur, wenn es auch ausreichend Stickstoff bekommt. Leider behandelt die neue Gülleverordnung dieses wertvolle Dauergrün sehr unzureichend für die Landwirte.

Höchstmengen wurden pauschal festgelegt, die immer wieder an der guten landwirtschaftlichen Praxis vorbeizielen. Es ist erwiesen, unter Grünland gibt es kein Nitratproblem!

OOWV bestätigt Nitrat-Werte

Dies bestätigt auch immer wieder der OOWV. Denn die Werte liegen bei 0,1 bis 1,1 mg Nitrat je Liter Grundwasser, also extrem unter sonst üblichen Werten und sehr weit von den 50 mg Nitrat je Liter, die für Trinkwasser gelten.

Eins darf nicht vergessen werden: Gerade Moorstandorte brauchen Stickstoff auf dem Grünland, sonst sterben die Graswurzeln ab und eine schöne, grüne Grasnarbe verschwindet.

Agrarstruktursicherungsgesetz ist kontraproduktiv

Probleme gibt es an anderen Standorten, wo die nach guter landwirtschaftlicher Praxis erforderliche Strohausgleichsdüngung nach einem Weizenanbau heute verboten ist.

Man war sich einig, dass ein Agrarstruktursicherungsgesetz eher kontraproduktiv sei. Die Flurbereinigung sei dagegen notwendig gewesen.

Wolf hat in Weide-Region nichts zu suchen

Weiter beklagt wurde die Abhängigkeit der Hochschulen. Es sei heute sehr schwer, wirklich unabhängige Gutachten zu bekommen. Das alte System ohne Drittmittelförderung war da schon besser, betonen die Diskussionsteilnehmer.

Ein ebenso wichtiges Thema war das verstärkte Wolfvorkommen in der Region. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass der Wolf in Weideregionen nichts zu suchen hat und das dringender Gesprächsbedarf besteht.